26 Stunden – alles für die Katz?

Wenn man geschäftlich zu seinem Arbeitsplatz am anderen Ende von Deutschland fährt und davon ausgeht, dass die Zeit die man unterwegs ist bezahlt wird, ist das schön. Wenn sie voll bezahlt wird ist das natürlich noch viel schöner. Und wenn dann noch ein Steinschlag passiert und man sechs Stunden an einem Rasthof warten muss, dann denkt man natürlich man hat den Jackpot erwischt. Die Sonne scheint, coole Leute, Musik ist auch da – klingt wie Urlaub und wird auchnoch bezahlt!
Tja die Realität sah dann leider anders aus. Doch erstmal eine kurze Heranführung an diesen schönen Ausflug auf den Rasthof.
Ich wurde am Mittwoch angerufen ob ich am Donnerstag mit nach Mannheim fahre und dort arbeiten kann. Klar – dacht ich mir, gibt ja auch Fahrtgeld – also hab ich zugesagt. Wir haben uns dann um 7:30 Uhr zu siebt getroffen und sind aus Berlin losgefahren. Die erste Stunde nur durch Berlin und dann sind wir auf der Autobahn gelandet und haben unsere Fahrt langsam aber zielsicher fortgesetzt. Die erste Rast war so ca. um 10 Uhr, nur ne kleine Pipi-Pause. Danach sind wir wieder losgefahren – es war ungefähr 10:15 Uhr – als uns auf einmal ein Stein an der Frontscheibe traf und unseren Fahrer beschließen ließ, dass wir anhalten und nichtmehr weiterfahren – Da war es 10:30 Uhr. Also bei der Autovermietung angerufen, Glasschaden, ja sie schicken jemanden.
Wir haben uns natürlich alle gedacht, wie toll das ist, sind hier wie oben schon erwähnt in der Sonne und werden dafür bezahlt. Unser Fahrer hat dann die Firmen angerufen ob wir trotzdem noch arbeiten, auch wenn wir 3 Stunden zu spät sind – Ja sollen wir. Wir also gewartet und nach ca. 3 Stunden haben wir uns dann mal erkundigt wo unser Ersatzmietauto bleibt – Tja steht im Stau aufgrund eines brennenden Autos auf der Fahrbahn. „Waaaas?!“ Dachten wir uns, soviel Glück muss man ja erstmal haben.
Um 15:30 Uhr hat unser Fahrer dann nochmal mit unserer Firma telefoniert und da haben wir die Frage aufgeworfen, ob denn unsere Wartezeit hier bezahlt wird. „Wer soll denn das bezahlen?“, war die Reaktion. Wir waren natürlich alle völlig angepisst, denn schließlich konnten wir nichts für diese Verzögerung und wären auch schon gerne angekommen. Nach langem hin und her wurde dann entschieden, dass von den letztendlich sechs gewarteten Stunden zweieinhalb bezahlt werden – Immerhin. Das alles ist nur möglich, weil es vertraglich vorher nicht geregelt war und wir alle gar nicht wussten wie die Fahrtkosten überhaupt kalkuliert werden.
Lange Rede kurzer Sinn: Die Pause war toll – Ich hab jonglieren geübt, Leute besser kennengelernt und einen Sonnenbrand mitgenommen. Wenn ich sowas allerdings nochmal mache werde ich vorher nach den Berechnungsgrundlagen fragen und Eventualitäten mit einschließen lassen.
Also: Immer schön die Bedingungen checken und im Zweifelsfall anpassen!

Aber das war ja noch nicht alles, wir sind ja dann irgendwann auch noch angekommen und haben gearbeitet. Zwischendurch haben wir an nem Mäcces gehalten und ich hab nen Veggie Burger und nen Big Salad Quinoa gegessen. Letzteres würde ich mir auch nochmal holen, schmeckt ganz gut der Bratling.
Dort angekommen war es dann ganz entspannt. Wir hatten nette Oberkellner, entspannte Arbeit (Bars abbauen, Gläser einräumen, rumlaufen :D) und die anderen Leute warn auch ganz cool. Ich hab mal wieder festgestellt, dass ich gerne Führungsrollen übernehme und auch gute Führungsqualitäten habe und vorallem motivier ich unglaublich gerne Leute. Sei es zum Arbeiten, Sport machen oder einfach Lächeln.
Das Ganze ging dann bis um 3:15 Uhr und unser Fahrer ist um 3:45 Uhr auch angekommen.
Die Rückfahrt war auch ganz entspannt, haben alle viel geschlafen und sind nach dreimal aufwachen schließlich in Berlin angekommen, so um 9:45 Uhr.
Dann gings für mich nach Hause weiterschlafen 😀

Bis dann.

Euer Max

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