30 Tage Challenge #2 – Morgenroutine

Morgens, wenn der Tag am frischesten ist, dann ist er auch am fruchtbarsten, zumindest für mich. Aus diesem Grund habe ich vor einiger Zeit angefangen, mir eine Morgenroutine anzueignen und sie auszuführen. Wir werden jetzt mit meinen Erfahrungen mit der Routine beginnen, weitergehen zu dem wie ich bei dieser Challenge vorgehen werde und was ich eventuell ändern werde, bis wir schließlich wieder eine Dokumentation der 30 Tage und ein Fazit haben.

Bei der Durchführung der letzten Morgenroutine war ich mehr oder weniger konsequent: Ich hab den Sport nicht gemacht den ich mir vorgenommen hatte und hab nach und nach einige Dinge vernachlässigt, wie das Schreiben oder Lesen. Die Routine war übernommen aus dem Buch „The Miracle Morning“ von Hal Elrod. Auf Deutsch heißt der Titel so viel wie: „Der Wundermorgen„. Der Titel kommt daher, dass für Hal der Morgen der Moment ist an dem man den Tag in die richtigen Bahnen leiten kann und sich für Dinge Zeit nehmen kann für die man sonst keine hat. Hals Routine sieht folgende sechs Dinge vor:

– Meditation
– Affirmation / Zuspruch
– Visualisation / Verbildlichung
– Sport
– Lesen
– Schreiben

Die Reihenfolge ist dabei völlig egal. Wie bereits erwähnt habe ich bei meinem Miracle Morning anfangs alles bis auf den Sport gemacht. Zeitlich und chronologisch sah das dann so aus:

10 min Meditation – Dabei hab ich mich im Schneidersitz aufrecht hingesetzt und einfach nur versucht auf meinen Atem zu achten. Wenn ich gedanklich abgeschweift bin, hab ich versucht zum Atem zurückzukehren. Oft habe ich auch noch Dankbarkeit praktiziert. Für meine Gesundheit, Familie, Freunde, Essen. Einfach alles. Ich habe mich wesentlich ausgeglichener gefühlt tagsüber und hatte wenig Zweifel, Ängste oder Sorgen die sich in meinem Kopf breit gemacht haben.
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3 min Affirmation – Affirmationen sind wie Zusprüche die man laut rezitiert und die den Geist in einer gewissen Art und Weise prägen. Dabei ist es im Prinzip egal ob man sich die Affirmation selbst ausdenkt oder eine vorgefertigte nimmt, allerdings finde ich eine selbst geschriebene besser, da sie an die Bedürfnisse oder Zielen von einem selbst angepasst ist. Meine Affirmation war wie folgt:

„Ich kann alles schaffen und bin für nix zu alt.
Ich bin ein guter Freund und Zuhörer.
Ich bin ein Energiebündel und sprühe Liebe und diese Energie kommt nicht von außen, sondern aus mir selbst  und lässt sich nicht durch äußere Einflüsse unterkriegen.
Ich werde ein Vorbild sein und die Dinge die ich selbst predige auch vertreten und machen. Dabei werden meine Worte so gewählt, dass sie niemandem Schaden zufügen und nur Gutes herbeiführen.
Ich werde mich ans Miracle Morning konsequent halten um das Leben zu schaffen welches ich mir wünsche.
Ich brauch keine Angst vor nix und niemandem zu haben, denn mir wird keiner den Kopf abreißen.
Ich werde jeden Tag Sport machen um fit zu sein und stärker zu werden und den Körper zu bekommen, den ich mir schon lange wünsche.
Ich muss nicht perfekt sein, was gibt es garnicht. Wenn ich, ich selbst bin und aus ganzem Herzen agiere, ist das genau richtig.
Ich werde 100% geben bei allem was ich tue und zwar immer, ob es mir Spaß macht oder nicht.
Ich liebe das Leben und das Leben liebt mich!“

Dinge die mir wichtig sind, die ich an mir verbessern möchte und die mir Mut zusprechen habe ich also in diesem allmorgendlichen Spruch eingebaut. Dinge wie zum Beispiel den Sport oder das konsequente durchziehen des Miracle Mornings sind mir zwar nicht gelungen, allerdings habe ich mich tagsüber oft an Dinge erinnert die ich mir vorgelesen habe und diese dann umgesetzt, wie beispielsweise den Teil mit dem 100% geben. Meine Affirmation die ich in dieser Challenge sprechen möchte sieht ein bisschen anders aus, aber dazu später mehr.

5 min Visualisation – Man stelle sich einmal vor, wie das eigene Leben aussehen würde, wenn man all die Dinge hätte die man sich wünscht. Darum geht es in dieser Übung. Dabei ist es vollkommen egal was man sich wünscht: Freude am Beruf, 100.000€ auf dem Konto, eine erfüllte Partnerschaft, glückliche Kinder oder ein Haus am Meer. Die Liste ist endlos und kann alles beinhalten wovon man träumt. Wie geht man also vor? Ich hab mich wieder in den Schneidersitz gesetzt und folgendes vorgestellt: Ich betrete mein Haus, umarme meine Frau und Kinder, wir essen gemeinsam und danach setze ich mich an meinen Laptop und arbeite. Und ich arbeite mit Freude, mit einem fetten Grinsen auf dem Gesicht weil ich weiß: Das ist genau das was ich machen will.

Mein Haus, Arbeit, Kinder sind dabei so detailliert wie möglich, so dass ich ein genaues Bild vor Augen hab von dem, was ich erreichen möchte. Wenn man zum Schauspieler ist und man will damit erfolgreich werden, kann man sich vorstellen, wie man auf der Bühne steht und nach der Show einen Scheck über 15.000€ überreicht bekommt.

x min Sport – Ich habe leider keinen Sport gemacht, weil ich meinen Hintern echt nicht dazu hoch bekommen hab. Wenn ich es mit Sport machen würde, dann so, dass ich schwitze. Ich finde wenn man morgens schon geschwitzt und sich ausgepowert hat, kann der Tag nur gut beginnen, denn man hat schon etwas für den eigenen Tempel getan. Hier ist es auch wieder ganz egal was für ein Sport, sei es Fitness, Yoga, Seilspringen, Hauptsache es macht Spaß!

15 min Lesen – Das ist ein weiterer guter Punkt um sich gleich am Morgen mit Inspiration voll zu laden. Ich habe hier meistens auf die Webseite Blinkist.com zurückgegriffen, auf der es Zusammenfassungen von Sachbüchern aus allen möglichen Themenbereichen gibt. Meine Lieblingskategorie – Personal Development. Ansonsten hab ich auch ab und zu Fantasy Bücher gelesen wie z.B.: Die Unendliche Geschichte. Alles was einen auf gute Gedanken bringt und bei dem man mit vollem Einsatz dabei ist, ist hier gut.

15 min Schreiben – Mit der wichtigste von allen Punkten, denn es regt den Gedankenfluss an und sorgt je nach dem was man tut auch dafür einen Plan zu kreieren, auf Ideen zu kommen oder einfach nur zu schreiben. Ich habe hier oft eine To-Do Liste für den anstehenden Tag geschrieben und ab und zu auch einen Blogpost bearbeitet.

Das Ganze habe ich so ca. 14 Tage gemacht. Mittlerweile mach ich nun schon einige Tage garnichtsmehr davon. Das liegt unter Anderem auch daran, dass ich zu dieser Zeit immer um sechs Uhr aufgestanden bin was ich momentan nicht mache. Meine 30 Tage Challenge bezüglich der Morgenroutine wird morgen nicht gleich anfangen sondern ich werde die nächsten 7 Tage noch ein bisschen austesten, was mit hinein passt und was nicht. Bisher sieht meine Vorstellung so aus:

– Glas Wasser trinken
– 10 min Meditation
– 3 min Affirmation (genaueres folgt)
– 5 min Visualisation (genaueres folgt)
– 10 min Jonglieren mit Bällen
– 15 min Lesen
– 15 min Schreiben

Bei einigen Dingen bin ich mir noch nicht sicher, ob ich sie einbaue oder nicht und wenn ja wie häufig, wie z.B. Sport. Auch mache ich mir Gedanken ob ich nach dem Glas Wasser ein Glas mit Proteinshake trinke, damit ich erstmal satt bin und die nächste Stunde nicht von Gedanken übers Essen beschäftigte werde. Ein Punkt ob Jonglieren mit reingenommen wird ist, ob das so früh am Morgen überhaupt funktioniert, denn manchmal hab ich das Problem, dass ich die Bälle nicht richtig seh und vielleicht ist das morgens auch der Fall. Ich würde auch gerne noch eine Zeit einbauen in der ich meinen Ideen Muskels trainiere, indem ich mich zehn Minuten hinsetzte und mir z.B. 15 Dinge einfallen lasse, die ich als Elektriker gelernt hab.

Wie all das funktioniert werden wir sehen, ich bin aufjedenfall schon gespannt drauf. Am 4. Juni wird’s dann mit der Challenge losgehen. Am 3. Juni sind zwar die 7 Tage um, allerdings bin ich da noch im Flieger nach Auckland, also ein bisschen schlecht mit freiem bewegen und Internet und sowas.

Bis dann.

Euer Max Müller

 

Fazit:

So die 30 Tage sind nun zu Ende, ebenso ich haha 😀 Dann will ich mal auflisten, welche Punkte ich als wichtig erachte:

Den Ort nicht wechseln. Ich fand es teilweise echt schwer durchzuführen, weil einfach die Routine fehlte. Ich habe in der Zeit bestimmt an 7 unterschiedlichen Orten geschlafen, was beim aufwachen einfach nicht das Gewohnheitsgefühl vermittelt. Du wachst auf, jedes Mal ein anderes Bett, eine andere Umgebung, das Wasser steht woanders, das Klo ist woanders. Da stellt sich einfach keine Gewohnheit ein, weil du jeden Morgen aufs Neue überlegen musst aber genau das soll ja vermieden werden, es soll ja ein Automatismus werden.

– Zur selben Zeit aufstehen. Dieser Punkt ist mindestens genauso wichtig wie der Obere. Zumindest hat für mich, dass vom Wecker geweckt werden immer etwas in meinem Kopf ausgelöst und wie einen Mechanismus losgestoßen. Dadurch wusst ich: „Okay alles klar, jetzt geht’s wieder los.“ Wenn ich ohne Wecker aufgewacht bin, war dieser Trigger eben nicht da und es war schwerer für mich mit Routine den Tag zu beginnen.

– Nicht zu viel Neues auf einmal. Übernimm dich nicht. Gerade wenn man noch nicht lang meditiert, Sport macht etc., dann alles aufeinmal in sein Morgenritual integrieren zu wollen ist – darf ich vorstellen – Rainer Selbstmord. Das wäre wie wenn man noch nie einen Stein im Strongmencontest hochgehoben hat und gleich den schwersten nimmt – und das jeden Tag. Gewohnheiten sollten so leicht wie möglich ins Leben integriert werden, deswegen Schritt für Schritt eins nach dem Anderen rein damit und ruckzuck hat man alles Wichtige morgens erledigt und es bleiben immer noch 60 Jahre zum Leben.

– Meditation is King. Wenn ich eine von allen Übungen raussuchen müsste um sie als Erstes jeden Morgen zu machen, dann wäre es Meditation. Sei es einfach nur um Morgens das Gefühl von einem Kopf zu wahren oder um mich auf den folgenden Tag emotional einzustellen, es ist für alles geeignet. Ersteres hab ich erreicht durch konsequentes verfolgen meines Atems. Also einfach ganz normal einatmen und ausatmen und dabei auf seinen Atem achten, wie er die Lungen füllt, wie er entweicht. Gedanken kommen eh, aber wenn man sie nicht verfolgt dann gehen sie auch wieder. Gut ist es auch einen Stift und Papier dabei zu haben, um wichtige Dinge danach niederzuschreiben. Das habe ich so 10 Minuten gemacht.
Letzteres habe ich folgendermaßen gemacht, ich habe mir einfach die Emotion die ich fühlen möchte vor mich hingeredet, als ob ich sie fühlen würde. „Ich bin super drauf und mich kann nichts erschüttern. Ich bin super drauf und mich kann nichts erschüttern.“ Das ganze auch ca. 10 Minuten. Es ist wie eine Affirmation, allerdings intensiver, da man einen kurzen Satz 10 Minuten wiederholt, was viel einprägsamer ist – auch für das Unterbewusstsein.

Das wars dann auch schon wieder.

Bis dann!

Euer Max Müller

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