Der Nazi-Gold-Zug Teil I

„Maax! Haste nicht Lust mitzukommen den Nazi-Gold-Zug in Polen zu suchen? Hier, wir wohnen da auf nem Schloss. Is auch alles schon gezahlt.“
Und so begann unser Abenteuer. Mein Zahnarzt – und ich, auf nach Polen um nach einem Goldzug zu suchen. Das war so Ende September 2015. Am Freitag sind wir los in ein schönes Hotel in Waldenburg. Wir haben dann doch nicht direkt im Schloss – Schloss Fürstenstein – gewohnt, sondern ca. 100m vom Eingang entfernt. Samstag morgen haben wir uns dann ein Taxi gerufen und haben ihm erklärt wo wir hinwollen, nämlich zu einer Brücke unter der der Goldzug anscheinend steht. Wir waren vorbereitet – durch Tunnel schleichen, alte Anlagen erkunden und viel Ungewisses. Auf der Brücke in der Nähe von Streckenkilometer 65 angekommen haben wir dann allerdings erstmal das ganze Ausmaß gesehen. 20150921_102455
Wie man auf dem Bild erkennt, ist da einfach nur ein Fleck Wiese. Keine (geheimen) Tunnel, keine Zugänge zu alten Bunkeranlagen oder Gleisen, einfach nur ein grüner Fleck unter dem der Zug bzw. ein Tunnel vermutet wird. (Nach Kenntnisstand vom Mai 2016 ist darunter wirklich eine Anomalie, sei es ein Tunnel oder der Zug – keine Ahnung :D)
Als wir da so auf der Brücke standen waren wir allerdings keinesfalls allein, es war noch ein Kameramann vor Ort der uns gefragt hat was wir denn hier machen und wo wir herkommen. Als wir ihm erzählt haben, dass wir aus Berlin kommen und nur wegen dem Goldzug hier sind wollte er uns unbedingt interviewen. Mein Zahnarzt hat dann ein kurzes Statement abgegeben. Leider wissen wir nicht ob und wo dieser Beitrag ausgestrahlt wurde. 20150921_102513
Desillusioniert sind wir wieder in unser Taxi eingestiegen, welches wir übrigens einfach mal so für den ganzen Tag gebucht haben, und sind zum Bergbau Museum in Waldenburg gefahren. Dort angekommen sind wir zur Information gegangen und uns wurde mitgeteilt, dass zur Zeit leider nur Führungen auf polnisch möglich sind. Die Information ist auch gleichzeitig ein Souvenirshop und wir haben uns noch n T-Shirt und einen Goldbaren gekauft 😀 Auf polnisch heißt dieser Ort Wałbrzych, ausgesprochen Waubrschych und seit dem Goldzug Gesuche gibt es deswegen auch T-Shirts mit der Aufschrift wAUbrzych. Wir haben uns dann auf eigene Faust ein wenig die Anlage angeschaut und einige coole Fotos gemacht. Dafür, dass es eine Bergbau Anlage war, gab es Gebäude die mich ganz schön verwundert haben, z.B. Ein Sportzentrum oder ein Forschungsturm.
Alles in allem ganz interessant anzuschauen, aber das war dann auch schon alles was es zu sehen gab. Wir sind dann mit unserem Taxi Fahrer zusammen noch etwas essen gegangen. Für mich gab es Saure Mehlsuppe und Pierogi, letzteres sind gefüllte Teigtaschen die diesmal mit Pilzen gefüllt waren. Auf jedenfall polnisch und definitiv empfehlenswert.
Anschließend haben wir uns noch das Schloss Fürstenstein angeguckt. Leider sind nur ein kleiner Teil aller Zimmer und Gänge zugänglich und es werden heute auch immer noch neue Gänge gefunden. Das witzigste daran war, dass ich und mein Zahnarzt uns irgendwann unterwegs getrennt hatten und ich dann auf eigene Faust weitergezogen bin. Da hab ich n Fahrstuhl entdeckt und bin mit dem zu den Ebenen -2, -1 und 2 gefahren. Als ich dann wieder rauskam aus dem Fahrstuhl kamen zwei Wachleute auf mich zu und haben mich auch polnisch zugequatscht, nur leider hab ich nix verstanden und hab gesagt „nie rozumiem“ – ich verstehe nicht. Dann wollten sie mein Ticket sehen aber das hatte leider mein Zahnarzt, dann sollte ich anrufen aber meine Batterie vom Handy war leer. Naja all dies wollten sie dann nicht glauben und haben gesagt ich soll raus aus dem Schloss. Ich hab mich dann draußen hingesetzt um zu warten und aufeinmal kommt ein Security Mann raus und sagt ich soll mal mitkommen. Als wir drinnen waren haben sie mich gefragt wie mein Vater – ich hab gesagt mein Zahnarzt ist mein Vater – denn aussieht und ich hab ihnen ein Bild gezeigt. Nachdem 10 Minuten nach dem Start ihrer Suche dann immer noch keiner aufgetaucht ist und sie niemanden entdeckt hatten haben sie zu mir gesagt ich soll zum Auto gehen, denn vielleicht fährt er ja weg. Ich bin dann auf mein Zimmer gegangen und nach ca. einer Viertelstunde kam er dann endlich und sagte: „Die haben gesagt du fährst mit m Auto weg und ich soll unbedingt auf n Parkplatz gehen.“ Daraufhin haben wir beide erstmal herrlich gelacht über die Schönheit der Sprachbarrieren.
Und das war es dann auch schon alles, es war Samstag Abend und am Sonntag Morgen sind wir dann zurückgefahren. Super Ausflug und gerne wieder.

Bis dann.

Euer Max

3 Anmerkungen zu “Der Nazi-Gold-Zug Teil I

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