Einmal um die Welt in 13 Tagen?

Gedacht als eine Reise die mehrere Monate dauern sollte und schließlich in Asien endet, hat es sich als ein Kurzurlaub in Neuseeland entpuppt, der zwei Wochen andauerte. Wie kam’s dazu?

Angekommen am Flughafen in Auckland und von meiner Ex-Freundin abgeholt, hatten wir erstmal ne Auto Panne :D, da hab ich dannzum ersten Mal mit der Freundlichkeit der Kiwis Bekanntschaft gemacht. Die Neuseeländer sind fast ausnahmslos alle sehr hilfsbereit und nett und voralllem lächeln sie!
Nach der reparierten Autopanne ging es dann zu einem Strand ganz in der Nähe von dem Haus in dem wir untergekommen sind. Damit hatte ich ja mal garnicht gerechnet, Strand und Meer zwei Stunden nach meiner Ankunft zu sehen, war natürlich mega!

Anschließend gings dann zu der Frau bei der wir untergekommen sind und bei der ich dann auch das erste Mal auf den neuen Freund von meiner Ex-Freundin gestoßen bin. Komische Situation das Ganze. Die Frau jedenfalls ist eine Hammer Frau, sie nennt sich selbst Janet (from) the other Planet, ist ca. 60 Jahre alt und ist sehr gastfreundlich. Bei Ihr hab ich meine auch die ersten beiden Tage verbracht, die beiden Anderen sind dann nach Raglan gefahren und ich bin in Auckland geblieben und bin in ein veganes Hostel gegangen. War auch sehr cool da. Frühstück und Abendessen war inbegriffen und es war wie eine richtige Gemeinschaft die man da hatte, vorallem auch dadurch weil man Abends zusammen gegessen hat und weil viele der Anwesenden dort schon Monate waren.

Von Anfang an allerdings hatte ich das Gefühl, dass ich nach Hause will. Hab mir das mit dem Winter nicht so vorgestellt und auch hatte ich nicht wirklich Kohle. Ich hab ganz andere Prioritäten und Wünsche gehabt, ich wollte irgendwo hin wo es warm ist, mein Business aufbauen und mir nicht Sorgen machen müssen wo komme ich unter oder was kann ich essen. Denn die Lebenshaltungskosten in Auckland und Neuseeland sind allgemein schon hoch.

Jedenfalls hab ich mich dann auf Jobs und Wohnungen beworben und bin dann auch zu einem Haus gefahren und hab mir das angeguckt. Der Garten voller Müll – hinten sowie vorne – und das Haus sah verlassen aus. Aufeinmal kommen tatsächlich zwei Frauen die in diesem Haus wohnen. Für mich war da allerdings schon mit dem Haus abgeschlossen 😀

Also weitergesucht und einen Tag hab ich dann in nem Hostel in der Innenstadt geschlafen, was mir gezeigt hat, dass ich echt nicht für 8 Bett Räume gemacht bin. Ich war müde, wollte pennen und alle 30 Minuten ging die Tür auf. Da haben mir auch Schlafmaske und Ohrenstöpsel nicht geholfen. Na gut, dacht ich mir, was machste jetzt? Also ab in die Bibliothek, denn da gibt’s kostenloses Wlan und rausgefunden, dass es ne Insel namens Rangitoto in der Nähe von Auckland gibt, zu der jeden Tag Fähren fahren und die total unberührt ist. Ich also zum Hafen, Ticket gekauft und ab auf die Insel.

Willkommen in Rangitoto!

Willkommen in Rangitoto!

Echt schön da. Dadurch, dass da mal n Vulkan war, ist überall schwarze Erde und sogar schwarze Steine und auch die Vegetation erinnert eher an einen Dschungel als an einen deutschen Wald. Also hab ich einmal den Aufstieg zum Vulkan gemacht und ne Menge Fotos geschossen. Nach ca 4h bin ich wieder nach Auckland gefahren, ab in die Bibliothek und angefangen mein Dropshipping Business zu bauen. Irgendwann war ich dann total verzweifelt weil ich nicht wusste wohin mit mir und hab mich entschieden zu Janet zu fahren. Dann der Lichtblick! Auf dem Weg zur Bushaltestelle drückt mir jemand einen Zettel in die Hand und fragt mich ob ich n Job brauch 🙂 Hab dann gleich mal bei der Nummer angerufen und für den nächsten Tag nen Bewerbungsgespräch ausgemacht.

Dann in den Bus rein, bei Janet geklingelt und sie hat ganz verwundert die Tür aufgemacht – wusste ja nicht, dass ich komm. Hat mich dann hereingelassen und ich hatte meine Unterkunft erstmal sicher 🙂 Und bei der lieben Janet bin ich dann auch erstmal geblieben, ich war am nächsten Tag beim Vorstellungsgespräch, hätte den Job auch bekommen, wollte aber einfach nicht in Neuseeland bleiben. Wie erwähnt, es war Winter, mein Beweggrund dahinzufahren war meine Freundin und ich hatte keine Kohle. Also hab ich beschlossen nach Hause zu fliegen, in Berlin für den Sommer zu bleiben und dann im Winter wieder abzuhauen.

So sahen meine Tage dort recht gechillt aus. Halb 8 aufstehen, Frühstücken, bissle was im Haushalt machen, lesen. Einen Tag war ich dann im Auckland Museum und hab mir eine Vorführung der Maori und weitere Maori Gegenstände angeschaut, an einem anderen Tag haben wir die Tochter von Janet besucht, die 8 kleine Hunde hat! und haben da dann bei ihr VideoGames gezockt, was sehr cool war. Now you see me 2 hab ich mir auch im Kino angeschaut, was ich cool fand da es auf Englisch war und Filme im OT einfach authentischer sind. Alles in allem war es sehr entspannt dort, richtig erholsamer Urlaub.
Die Ganze Zeit über war ich dort allerdings nicht alleine bei Janet, sondern es war noch eine Französin namens Elodie dort. Haben uns super miteinander verstanden und das hat mir gezeigt, dass ich so ziemlich mit jedem auskomm. Immer mehr ist in mir dann allerdings das Gefühl aufgestiegen, dass ich nicht im Winter irgendwo sein möchte, außer ich mache dort Wintersport. Irgendwann hatte ich dann den endgültigen Entschluss gefasst wieder nach Berlin zu fliegen und hab drei Tage vor Abflug den Flug gebucht, günstig für 450€.

Am Mittwoch dem 15.6 um 9 Uhr ging dann mein Flug von Auckland nach Frankfurt, die geplante Ankunftszeit war der 16.6 um 6 Uhr morgens. Jetzt grade ist es der 17.6 um 10 Uhr und ich sitz im Fernbus nach Berlin 😀 denn leider hatte unser Flug von Guangzhou in China einen Ausfall und wir mussten 14 Stunden warten. Das coole daran war, das wir ein Hotelzimmer im Holiday Inn bekommen haben, mit ner schönen Regenwald Dusche, gemütlichen Betten und Frühstück Inklusive. Allerdings werd ich niewieder mit China Southern Airways fliegen und es von jetzt an vermeiden über China zu fliegen, da es das Land ist das die unpünktlichsten Flüge hat.
So bin ich also nach meinen anfänglichen langzeit Verreiseplänen nun nach zwei Wochen wieder in Deutschland gelandet. Tja so schnell kann’s gehen. Was hab ich daraus gelernt? Plane niemals etwas mit einer Frau wenn sie am anderen Ende der Welt ist und ihr euch noch nicht lange kennt und fliege nicht dahin wo’s kalt und Winter ist! 😀

Bis dann!

Max Müller

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